Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
288
Einzelbild herunterladen
 

sollten wir nicht, Ja ilir für die tapfersten unter denHellenen geltet, so wie wir für die ersten unter denBarbaren gehalten werden, in gleicher Zahl gegen ein-ander kämpfen. Sollten dann auch noch die übrigenTheile der beyden Heere sich schlagen, so könnte dies'nachher geschehen. Verstände man sich hingegen da-zu, dafs unser Kampf hinreichend seyn sollte, dannWürde der Theil, der die Oberhand behielte, für dasganze Heer siegen, zu welchem er gehörte."

So sprach der Heerold, und verweilte ein wenig. 4gDa ihm aber niemand antwortete, kehrte er zurückund stattete dem Mardonius Bericht ab. Stolz frohlo-ckend über diesen kalten Sieg liefs hierauf der Barbarseine Reuterey gegen die Hellenen ansprengen. Dieseerschütterte durch ihren Angriff das ganze Heer, indemsie I'feile und Wurfspiefse schleuderte, und vermögedieser Waffen jedem Angriff entging. Die Gargaphi-sche Quelle, welche das ganze Hellenische Heer mitWasser versorgte, trübte und verschüttete sie. Nebender Quelle standen nämlich die Lacedämonier allein,und die übrigen Hellenen waren, je weiter sie sich vonder Quelle entfernten, dem Asopus näher. Weil diefeindlichen Reuter und Bogenschützen ihnen aber nichtgestatteten, sich aus dem Flufs mit Wasser zu verse-hen, so kamen sie sämmtlich an die Quelle.

Da die Hellenischen Feldherren das Heer des g<>Trinkwassers nun gänzlich beraubt, und durch die Reu-terey immer beunruhigt sahen, so versammelten sie sichdieser und andrer Ursachen wegen auf dem rechtenFlügel beym Pausanias. Denn noch mehrere Dinge

ängstig-