Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen
 

255

uns unser Land zurück geben und ohne Trug und,, Falsch, ein auf wechselseitige Vortheile und gleichej, Rechte gegründetes Bündnifs mit uns schlielsen will.Nebst dem verspricht er uns, aufser unserm alten Ge-riete, noch ein anderes Land einzuräumen, wel-sches wir uns dann nach Gutdünken wählen dür-fen. Dennoch wollen wir aus Scheu vor dem Helle-nischen Zeus, und weil wir Hellas durchaus nichtverrutheh mögen, kein solches Bündnifs scbliefsen;und haben, obschon wir uns durch die Hellenen be-leidigt und verrathen sahen, die Anträge des Barba-rett zurückgewiesen. Denn übrigens wufsten wirsehr wohl, dafs es weit nützlicher für uns wäre, *'il.,, dem Perser ein Bündnifs zu schlielsen, als gegen ihnzu fechten. Doch jenes werden wir, wenn man unsnicht dazu zwingt, nimmer thun, und uns stets gegen die Hellenen offen und ohne Falsch betragen."

Ihr aber, die ihr anfangs so grofse Furcht hegtet,dafs wir auf die Seite der l'erser treten möchten,scheinet jetzt, nachdem ihr unsere Gesinnungen, wel- che uns nie erlauben werden, Hellas zu verrathen,kennen gelernt, und deh Bau eurer Mauer auf demIsthmus schon vollendet habt, auf die Alheniensernicht weiter zu achten. Ihr verspracht, mit uns demBarbaren nach Böotien entgegen zu ziehen, und habtuns verrathen; ihr habt das Fersische Heer in Atti-ka selbst einrücken lassen. Deswegen zürnen euchjetzt die Athenienser, da ihr nicht thatet, was rechtwar, und fodern euch auf, unverzüglich ein Heer mituns auszusenden, um den Barbaren aus ihrem Gebie-