Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
253
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a-15

Stadt ein , zehrt Monate nachdem sie der König zumerstenmal erobert hatte.

Nachdem Mardonius in Athen angekommen war,sandte er den Hellesponliner Murichides mit. denselbenVorschlagen nach Salamis,- welche früher schon derMacedonier Alexander den Atheniensern gebracht hat-te; und er that dies nicht etwa, weil ihm die feindli-chen Gesinnungen der Athenienser unbekannt geblie-ben waren, sondern in der HolFnung, sie würden sichietzt) da sie Atlika erobert und in seiner Gewalt sä-hen, minder halsstarrig als zuvor beweisen.

Als Murichides zu Salamis angelangt und vor denversammelten Rath getreten war, machte er diesen mitden Aufträgen, welche ihm Mardonius mitgegeben rrat-te, bekannt. Und einer von den Männern im llathe,Namens Lykides, sagte: er hielte es für besser, wennman die Vorschläge in Erwägung zöge, und sie vor dasversammelte Volk brächte. Vielleicht hatte Lykidesvon dem Mardonius Geld empfangen, damit er so re-den mochte; vielleicht sprach er auch so aus Ueber-zeugung. Die Athenienser aber, sowohl diejenigen,die sich im Rathe befanden, als auch diejenigen, wel-che draufsen waren', ergriff ein solcher Unwillen beyseinen Worten, dafs sie ihn rings umgaben und ihnsteinigten. Den Hellesponliner Murichides entliefsensie unversehrt. Doch «1er Tumult verbreitete sich desLykides halber auf Salamis; die Atheniensischen Wei-ber erfuhren den Vorfall, reitzten sich wechselseitigzur Rache auf, begaben sich aus eigenem Antrieb nach