Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
252
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versuchfen die Thebaner den Mardonius zu bereden,mit seinem Heere in dieser Gegend zu bleiben. Siestellten ihm vor, dafs es keinen schicklicheren Lager-platz für sein Heer gäbe, und wollten ihn nicht weitervordringen lassen; sondern in ihrem Lande sollte erbleiben, und ganz Hellas ohne Schwerdtstreich in sei-ne Gewalt zu bringen suchen, da man schon erfahrenhatte, wie schwer es selbst der gesamtsten Macht derErde seyn würde, die .Hellenen zu unterjochen, so lan-ge sie eintrachtig blieben.Solltest du," sagten siezu ihm,unserm Halbe folgen, so würdest du alle ih-,,re besten Tlane vereiteln. Sende nur Geld an die,, Häupter in den verschiedenen Städten, so wirst du,,ganz Hellas entzweyen, und es kann dir nicht mehrschwer werden, mit Hülfe der einen Partheyj alles,,,was deinem Willen entgegen strebt, zu Boden zuwerfen."

Solchen Rath ertheilten die Thebaner dem Persi-schen Feldherrn. Dieser aber wollte nicht darauf ach-ten, sondern folgte der Begierde, welche ihn mächtigreilzte, Athen zum zweyteu Male zu erobern; und diestheils aus Unverstand, theils weil er den König, wäh-rend dieser sich noch in Sardis aufhielte, durch die aufden Inseln angezündeten Feuer davon zu benachrichti-gen wünschte, dafs sich Athen in seiner Gewalt be-fände. Bey seiner Ankunft in Anika traf er die Athe-nienser nicht, in ihrem Lande; sondern er erfuhr, dafsdie meisten Einwohner sich noch bey Salamis auf derFlotte befänden. Er nahm also die Menschenleere