Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
244
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keineswegs erwarten könnt;, einen Sieg davon, soWürde ein zahlreicheres Heer unsere Stelle ersetzen.Wollt es also nicht dem Könige gleich thun; beraubt;euch nicht selbst eures Landes, um flüchtig um eue-re ehemaligen Wohnsitze umher zu irren; sondernmacht, da sich euch bey diesem Anerbieten des-,,nigs die schönste Gelegenheit dazu darbietet, eurenFrieden; seyd frey, und werdet ohne Trug und,, Falsch unsere Bundsgenossen."

Mardonius trug mir auf, euch dies zu melden,ihr Athenienser. Von meinen eigenen freundschaftli-chen Gesinnungen gegen euch rede ich nicht, da die-ser Vorfall nicht der erste ist, bey welchem ihr siekennen lernen konntet. Ich beschwöre euch, denVorschlägen des Mardonius Gehör zu geben. Dennich sehe, dafs ihr nicht immer dem Xerxes werdetWiderstand leisten können, und würde mich mit die-sen Antragen nicht zu euch begeben haben, wenn iches möglich glaubte. Die Macht des Xerxes ist über- menschlich und unermefslich; und schliefst ihr des-,, halb nicht; augenblicklich euren Frieden, da euch soäufserst vorteilhafte Bedingungen angetragen werden,so fürchte ich für euch, die ihr von allen eurenBundsgenossen das dem Wechsel des Krieges am mei-sten ausgesetzte Land, ja den Kampfplatz selbst be-wohnt, und deshalb allein dem Untergange immernahe seyd. Folgt meinem Rathe. Denn wahrlich,ihr könnt es wie ein aufserordentliches Glück anse-hen, wenn der grofse König vor allen übrigen Helle-