Nachrichten darüber vorfinden. Zuletzt aber hatten siemit einander verabredet, dafs sie jedesmal, wenn einerdem andern etwas mit/.utheilen hätte, ihre Briefe der-gestalt um die Rinne eines Pfeiles wickeln wollten,dafs das Elatt die Stelle des Geüeders verträte; dannmufste der Pfeil nach beyderseits bestimmten Plätzengeschnellt werden. Doch eben hiedurch ward die Ver-rätherey des Timoxenus ruchtbar. Artabazus nämlichschofs einen solchen Pfeil ab, der, statt den verabrede-:ten Ort zu erreichen, die Schulter eines Bürgers voivPotidäa traf. Hierauf entstand, wie es im Kriege zugeschehen pflegt, ein Zusammenlauf von Menschen umden Verwundeten. Diese nahmen den Pfeil und brach-ten ihn, als sie das Blatt bemerkten, den Feldherren,welche sich als Anfuhrer d..:r übrigen verbündeten Pai-leneischen Staaten in der Stadt befanden. Sie lasen den vInhalt, und erkannten daraus den Urheber des Ver-raths. Dennoch beschlossen sie, ihn nicht als einenVerräther zu strafen; und dies um seiner Vaterstadtwillen, damit die Skionäer in Zukunft nicht bestäudi<ials Venäther betrachtet w r erden möchten.
Auf solche Weise ward dieser Anschlag bekannt.lagDrey Monate waren dem Artabazus indessen seit demAnfange der Belagerung verflossen, und nun trat eineEbbe ein, welche lange anhielt. Die Barbaren, die,wo vorher das Meer stand, alles zu Morast gewordensahen, beschlossen die Gelegenheit zu benutzen, umnach Pallene hinüber zu gehen. Sie hatten aber erstzwey Fünftheile des Weges, der sie dahin führen soll*te, zurück gelegt, und sahen noch drey Fünftheile vor