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n4 Zu derselben Zeit, als Mardonius sich die Völkerwählte, welche sein Heer bilden sollten, und Xerxesnoch in Thessalien verweilte, gelangte nach Sparta einOrakel von Delphi, welches den Lacedämoniern be-fahl: für den Tod des Leonidas Genugthuung von demXerxes zu fodern, und seine Antwort als eine Vorbe-deutung anzusehen. Die Spartiaten entsandten dem-nach schleunigst einen Heerold, welcher den Xerxesmit seinem ganzen Heere noch in Thessalien antraf,und sobald er vorgelassen ward, ihn mit folgendenWorten anredete: „König der Meder, die Eacedämo-„nier und Herakliden fodern Genugthuung von dir,„weil rlu ihren König lödtelest, der für die Erhaltung„von Hellas kämpfte." Der König lachte, und hieltseine Antwort lange zurück. Endlich erwiederte er,indem er zugleich auf den ihm eben zur Seite stehen-den Mardonius wiefs: „Mardonius hier wird ihnen„jede Genugthuung geben, die ihnen zukommt." Undder Bote begab sich mit dieser Antwort nach Spartazurück.
115 Xerxes verliefs den Mardonius in Thessalien, undeilte jetzt, den Hellespont zu erreichen. Er le^te denWeg in fünf und vierzig Tagen zurück, indem er vonseinem ganzen Heere, so zu sagen, kaum einen Rest andie Meerenge zurückbrachte. In allen Ländern undbey jedem Volke, wohin die l'erser auf diesem Rück-züge gelangten, raubten sie alles Getreide, und nährtensich davon; wo sie aber kein Getreide vorfanden, afsensie wildwachsende Kräuter, Blätter und Baumrinden,die sie sowohl von wilden als zahmen Bäumen ab-
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