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Sechstes Kapitel.
j.
Xerxes verweilte nach der Schlacht bey Salamis nun 15noch wenige Tage mit seinem Heere zu Athen; dannbegab er sich nach Böotien. Auch Mardonius folgteihm dahin nach, sowohl um seinem Gebieter das Gelei-te zu geben, als weil er die Jahrszeit zur Fortsetzungdes Krieges schon für ungünstig hielt. Er hielt es des-halb für rathsam, in Thessalien zu überwintern, undden Pelononnes erst im kommenden Frühling anzugrei-fen. Bey seiner Ankunft in Thessalien wählte er sichfolgende Mitstreiter. Erstlich die ganze Schaar der. so-genannten Unsterblichen, mit Ausnahme ihres Anfüh-rers Hydarnes, der den König nicht verlassen wollte.Ferner die mit Panzer gewaffneten Perser, und die tau-send persischen Reuter nebst den Medern, Sakern,Baktriern und Indern, sowohl Fufsvolk als Reuterey.Diese Völker wählte er sich ganz; unter den Bunds-genossen hingegen nur einzelne Männer, die sich ent-weder durch ein vorteilhaftes Aeufseres auszeichneten,oder sich durch rühmliche Thaten bekannt gemachthatten. Dann nahm er noch beynahe alle Perser hie-zu, welche Hals- und Armbänder tragen, und zuletztdie Meder, die den Persern zwar an Zahl, aber nichtan Tapferkeit gleich kommen. Hierauf war sein gan-zes 1 Heer, mit Einschlufs der Reuterey, dreymal hun-derttausend Mann stark.