Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
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107 Sobald Xerxes seine Kinder der Aitemiaia überge-ben hatte, um sie nach Ephesus zu führen, liefs er den

oft sie und ihre Nachbarn irgend ein beträchtlicher Un-fall treffen soll, der Priester in der Athene ein langer Barti wächst. Dies ereignete sich schon zwcy Mal.

105 Jener Hermotirnus hat sich unter allen mir bekanntenMenschen auf die grausamste Weise an einem persönli-chen Feinde gerächt. Er gerieth nämlich durch einenKrieg in Gefangenschaft, und ward zum Verkauf ausge-boien. Panioniiis von Chius erstand ihn; ein Mann, derseinen Unterhalt auf die schändlichste Weise erwarb, in-dem er alle schöne Knaben, uie er an sich bringen konn-te, zu Verschnittenen machto, um sie für grofse Summennach Sardis und Ephesus zu verkaufen. Denn boy denBarbaren stehen die Verschnittenen, ihrer allgemeinenTreue wegen, in gröfserem Ansehen, als die nicht Ver-schnittenen. Panionius, welcher sich von diesem Hand.werke nährte, hatte nebst vielen andern auch den Her-motirnus castrirt. Doch war dieser dadurch nicht durch-aus unglücklich geworden. Denn man hatte ihn nebstandern Geschenken von Sardis dem Könige zugesandt;und er erhielt mit der Zeit bey dem Xerxes unter allenVerschnittenen den wichtigsten Einflufs.

106 Zu der Zeit des Feldzuges, welchen die Perser ge-gen Athen unternahmen, hielt er sich in Sardi» auf, undbegab sich von dort, in gewissen Geschäften, nach demTheil des Mynschen Gebietes, welcher Atarneus heifst,und den Chiern gehört. Hier traf er zufälliger Weiseden Panionius; und da er ihn wieder erkannte, redete orihn sehr freundschaftlich an, erzählte ihm, zu welchesGlückes Genufs er mittelst seiner gelangt wäre, und ver-sprach ihn dafür auf das reichlichste zu belohnen, wenner ihm mit allen seinen Hausgenossen folgen wollte. Pa-nionius nahm seinen Vorschlag begierig an, und wander.te mit Weib und Kindern zu ihm. Kaum aber sah Her.motimus ihn nebst seinem ganzen Ilanso in seiner G«r«