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Ankunft der ersten Nachricht in Susa', von der Erobe-rung Athens durch den Xerxes, war die Freude dar*Über unter den zurückgebliebenen Persein unbeschreib-lich; sie bestreuten die Slralsen mit Myrthenzweigen,verbrannten allerley Rauchwerk, und lebten unter be-ständigen Opfern und Festen. Eey der zweyten Nach-richt aber zerrissen sie alle vor Schmerz ihre Kleider,schrieen und wehklagten entsetzlich, und warfen allaSchuld auf den Mardonius. Nicht dafs der Verlust ihirer Schiffe sie so sehr geschmerzt hätte; nein, sie fürch-teten, für den König selbst, und dies währte die ganzeZeit über, welche Xeixes noch abwesend war, bis erendlich zurück kam und die Klage schweigen hiefs.100 Mardonius, welcher sah, wie sehr den Xerxes derVerlust der Seeschlacht schmerzte, muthmafste seinVorhaben aus Athen zu entüiehen und fürchtete seineRache, da er es war, welcher dem Xerxes zu dem Zu-ge wider Hellas gerathen halte. Er glaubte deshalb,dafs es am lathsamsten für ihn seyn würde, sich nocheinmal neuen Gefahren Treifs zu geben, und entwederHellas zu unterjochen, oder unter grol'sen Unterneh-mungen eines ehrenvollen Todes zu sterben j doch be*
che sich, auf jeder Station bereit halten müssen. Einensolchen Boten hält weder Schnee, noch Regen, nochHitze, noch die Nacht ab, seine ihm vorgeschriebeneTagereise so schnell wie möglich K » vollenden. Dererste Bote übergiebt das ihm empfohlene dem zweyten;der zweyte dem dritten, und so von Hand zu Hand, im-mer weiter, grade wie bey dem Fackeltragen der Hello,nen, welches diese dem Hephästus zu Ehren begehen.Dies Botenreiten nennen die Perser Angercion.