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Fünftes Kapitel.
.Als Xerxes den unglücklichen Ausgang sah, welchen 97die Schlacht gehabt hatte, fürchtete er: die Joner moch-ten den Hellenen den Rata geben, oder diese könntenselbst darauf .verfallen, nach dem Hellespont zu schif-fen und dort die Brücke abzubrechen, so dafs er, vonAsien abgeschnitten, Gefahr laufen würde, in Europaumzukommen. Er beschlofs also zu fliehen. Damitaber weder die Hellenen, noch seine eigenen Leute et-was davon merken möchten, traf er Anstalten, als woll-te er Salamis durch einen Damm mit dem festen Lan-de verbinden. In dieser Absicht liefs er rhönicischeLastschiffe zusammen knüpfen, damit sie zugleich alsBrücke und Mauer dienen könnten. Dann rüstete ersich, als wollte er eine neue Seeschlacht liefern; undjeder, der sein Beginnen sah, mufsle glauben, er ge-dächte zu bleiben und den Krieg fortzusetzen. Mardo-nius aber war zu sehr mit seiner Denkungsart vertraut,als dafs er diesen Plan nicht hätte durchschauen sollen.Während Xerxes hiemit umging, schickte er einenzweyten Boten mit der Nachricht von dem Unglück,welches ihn betroffen hatte, nach Temen *). Bey der 99
*) Nichts auf der Welt ist schneller als diese Boten, wcl- oßche die Perser r.u ihrem Dienste erfunden haben. Dieganze Strecke nämlich ist nach Tagereisen abgemessen,und demgeraftfj sind Pferde und Leute ausgestellt, wel-