Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
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207
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zeichnen wollten, und seinen Zorn fürchteten; dennjeder einzelne glaubte, des Königes Auge sey auf ihngerichtet.

87 Von den übrigen Barbaren und Hellenen kann ichnicht bestimmt diejenigen nennen, die sich vorzüglichauszeichneten. Von der Artemisia aber erzählt manfolgende That, welche ihr Ansehen bey dem Königesehr erhöhte. Als die Persische Flotte schon in diegröfste Verwirrung gerathen war, sah Artemisia auchihr Schiff durch ein Attaches verfolgt. Da sie nichtmehr entfliehen konnte, und einige Schiffe des Köni-ges vor sich sah, wovon das ihrige das letzte in derReihe war, beschlols sie folgenden Streich, und fahrteihn aus. Während das Attische Schiff sie unabläfsigverfolgte, griff sie ein freundschaftliches Schiff, aufwelchem sich Kalyndische Männer mit ihrem KönigeDamasithylus befanden, an, und bohrte es in den Grund.Obgleich sie nun wohl, während die Flotte sich imHeliespont befand, mit jenem König einen Zwist hatte,so kann ich doch nicht mit Gewifsheit sagen, ob sievorsätzlich oder durch Zufall mit dem Schiffe der Ka-lyndier in den Kampf gerietb. Aber sie erreichte da-durch, dafs sie es zertrümmerte, einen doppelten Vor-tlieil. Denn als der Trierarch des Attischen Schiffessah, dafs sie ein feindliches Schiff angriff, hielt er dasihrige für ein Hellenisches, oder doch für ein von denBarbaren zu den Hellenen übergegangenes, welches fürseine Parthey kämpfte, und änderte seinen Lauf, umsich gegen andre zu wenden.

88 Ihre Flucht und Rettung war also der erste Vor-