195
zu Sepias und Thermopylä. Denn gegen den Verlust,den sie durch den Sturm sowohl als durch die Schlach-ten bey Thermopylä und Arlemisium erlitten, mufsman in Anschlag bringen, dafs die Melier, Lokrer undBöoter, welche sich jetzt, bis auf die Thespier und Pla-täer nach, bey ihrem Heere befanden, damals noch dieMacht der Barbaren nicht verstärkt hatten; eben sowenig, wie die Karystier, Andrier, Tenier, und alleübrigen Inselbewohner, mit Ausschluss der fünf vorhingenannten Städte. Denn je weiter der Ferser in Hel-las vordrang, desto mehrere Völker mufsten ihm folgen.
67 Nachdem diese alle bis auf die Parier, welche inKythnus blieben, und dort auf die Wendung, welcheder Krieg nehmen würde, lauerten, zu Phalerus undbey Athen angelangt waren, besuchte Xerxes selbst dieFlotte;, um sich mit den Befehlshabern auf derselbenzu besprechen und ihre Gesinnungen zu erforschen.Sobald er seinen Platz eingenommen hatte, liefs er dieKönige und Anführer der verschiednen Völker vor sichkommen; und sie setzten sich in der Ordnung der ih-nen vom Könige verliehenen Würde nieder. Oben ansafs der König von Sidon; demzunächst der von Ty-rus, und auf diesen folgten die übrigen. Und in derReihe, wie sie safsen, schickte Xerxes den Mardoniusumher, und liefs sie fragen: ob sie der Meynung wä-ren, dafs man eine Seeschlacht liefern sollte.
68 Mardonius begann demnach bey dem Könige vonSidon; und dieser sowohl als alle übrigen rielhen ein-stimmig zur Schlacht. Artemisia aber sprach: „Sage„dem Könige, Mardonius, was ich jetzt zu dir reden
N 2