Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
188
Einzelbild herunterladen
 

100

bey dem Isthmus geliefert werden sollte. Indessenbrach die Nacht ein, sie schieden aus der Versammlungund begaben sich auf ihre Schiffe.

Als Themistokles das seinige bestieg, fragte ihn 57Mnesiphilus, ein Athenienser, wohin sich die Meynun-gen vereinigt hätten; und als dieser durch ihn erfuhr,dafs man mit der Flotte nach dem Isthmus zu gehenund die Schlacht ah den Ufern des l'eloponneses zuliefern gedächte, sagte er:Entfernt sich die Flotte,,von Salamis, so wirst du für keines Vaterland mehrstreiten können; jeder wird nach seinem Wohnort zu-,,rückkehren, und weder Enryhiades noch irgend ein,,anderer mächtig genug seyn, zu verhindern, dafs dasHeer sich nicht zerstreue. Hellas aber wird durchdies sinnlose Betragen zu Grunde gehen. Darum,j,wenn du ein Mittel siehst, so mache, dafs der Be-schlufs zurück genommen werde, und dafs Eurybia-des mit der Flotte bey Salamis bleibe."

Themistokles war mit diesem Antrage ungemein 53wohl zufrieden. Ohne ein Wort darauf zu antworten,begab er sich an das Schiff des Eurybiades, und ver-langte, sobald er es erreiohte, mit dem Befehlshaberüber eine das öffentliche Wohl betreffende Angelesen-

o fc>

heit zu reden. Dieser hiefs ihn darauf in sein Schiffsteigen, damit er ihm sein Anliegen vortrüge. Themi-stokles setzte sich zu ihm nieder, und sagte ihm alles,was er von dem Mnesiphilus gehört hatte, als ob esvon ihm selbst herrührte; fügte noch manches andrehinzu und bewog ihn zuletzt, sein Schiff zu verlassen,und die Befehlshaber zu einer neuen Versammlung zuberufen.