i«7
nehmung an den Artaban nach Susa. An dem darauffolgenden Tage liels er die verbannten Atlienienser,welche ihm gefolgt waren, zusammen berufen, und be-fahl ihnen auf die Akropolis zu steigen und dort denGöttern, ihren Sitten gemäfs, zu opfern, Ol) ihn irgendein Traumgesicht oder ein Gefühl von Reue, darüber,dafs er den Tempel verbrannt hatte, biezu vermochte,weifs ich nicht. Die verbrannten Atlienienser aber leirsteten seinem Verlangen Genüge.
55 Weswegen ich dieses Umstandes erwähne, will ichjetzt erzählen. Auf der Burg steht ein Tempel desErechtheus, des, wie man sagt, aus der Erde entspros-senen, in dessen Bezirk ein Oelbaum und ein See ge-zeigt wird, welche, wie die Atlienienser behaupten,Athene und Poseidon als Denkmale ihres Streits umden Besitz von Athen hier stifteten. Dieser Oelbaumward, als die Barbaren den Tempel verbrannten, vonder Flamme verzehrt. Als aber an dem darauf folgen-den Tage die Verbannten auf des Königs Befehl dieAkropoüs bestiegen, um zu opfern, sahen sie, dafs derübrig gebliebene Stamm einen Sprossen von der Längeeiner Elle getrieben hatte. So erzählen die Athe-nienser.
56 Die bey Salamis versammelten Hellenen wurdendurch die Nachricht von dem Schicksale, welches die-Burg von Alben betroffen hatte, so bestürzt, dafs meh-
* rere Befehlshaber den Beschlufs über die vorliegendeSache nicht einmal abwarteten, sondern sich in ihreSchiffe warfen und ihre Segel zur Abfahrt aufspannten.Die Zurückbleibenden beschlossen, dafs die Schlacht