Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
171
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I? 1

ches zu thun. "Vermögt ihr aber keines von Beyden, weil euch ein übermächtiger Zwang an den Dienstdes Königs fesselt, dann streitet wenigstens nicht mit,,Eifer für seine Sache in der bevorstehenden Schlacht;eingedenk eurer Abstammung von uns, und dafs ihreinst der erste Anlafs unserer Zwistigkeiten mit denPersern wurdet."

Themistokles hatte, glaube ich, bey diesem Schrei-ben eine doppelte Absicht; entweder näinüch würdeder König, glaubte er, von dem Schreiben nichts erfah-ren und die Joner auf die Seite der Hellenen treten;oder wenn der König davon hörte und die Joner des-halb bey ihm verläumdet würden, dann würde er ih-nen nicht mehr trauen, und sie an keiner Seeschlachtmehr Theil nehmen lassen.25 Gleich nachdem Themistokles sein Vorhaben voll-

führt hatte, begab sich ein Mann aus Histiäurn auf ei-nem Fahrzeuge zu den Barbaren, um ihnen zu melden,dafs die Hellenen Artemisium verlassen hätten. Diesewollten ihm anfangs keinen Glauben beymessen, undschickten, indem sie den Boten zur-ücl; behielten, dreyleichte Fahrzeuge aus, um Kundschaft einzuziehen.Als darauf auch diese die Nachricht bestätigten, begabsich die ganze Flotte mit Sonnenaufgang nach Artemi-sium , blieb dort bis gegen Mittag vor Anker liegen,und schiffte demnächst nach Histiäum, welches dieBarbaren gleich besetzten und von dort aus Hellopiaund alle Küstenflecken durchstreiften.