Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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Frevel erlaubt hätten, ihre Töchter, so oft sie an dieEnneakruren gierigen, um dortWasser zu schöpfen, wieihnen dies zu jener Zeit, wo weder sie noch die übri-gen Hellenen Sklaven hatten, ohlag, stolz und ver-ächtlich zu behandeln. Ja, hieinit nicht einmal zufrie-den, wären sie zuletzt damit umgegangen, die Regierungan sich zu reiften, und sich das ganze .Land zu unter-werfen. Darauf hätte es den Atheniensern frey ge-standen, die Pelasger dieser Verrätherey wegen zutödten; und sie hätten nur einen gröfsern Edelmuth,als jene, bewiesen, da sie es nicht gethan und ihnenblos befohlen hätten: sich aus Attika zu entfernen.Die Felasger hätten sich darauf wegbegeben, um andreGegenden, und unter diesen auch Lemnus, zu besetzen.

So erzählen die Athenienser auf der einen, Hekatäus'auf der andern Seite die Sache. Diejenigen Pelasger,welche Lemnus bewohnten, wünschten nun, sich anden Atheniensern zu rächen; genau mit den Athenien-sischen jährlichen Festen bekannt, rüsteten sie einigeFunfzigrudrer aus, um den Atheniensischen Jungfrauen,welche der Artemis zu Brauron ein Fest feyerten, auf-zulauern, raubten eine Menge davon, und führten sienach Lemnus, wo sie sie wie Beyschläferinnen hielten.Diese Weiber bekamen eine grofse Anzahl Kinder, wel-chen sie die Attische Sprache und Lebensweise lehr-ten. In der Folge wollten darauf diese Kinder nichtmit den Kindern der andern Weiber umgehen; undwurde einer von ihnen durch ein solches Kind geschla-gen, so standen sie alle einander bey, und rächtenjenen. Eben so verlangten sie über die andern Kinder