Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
301
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zu herrschen, und schienen hey weitem die mächtigemzu seyn. Als die Pelasger dies sahen, berathschlagtensie sicli darüber, weil es ihnen gefährlich schien, dafsdiese Kinrler es wagten, sich gegen die Sühne ihrervorigen Weiher aufzulehnen. Denn was könnte man,sagten sie, nicht als Männer von ihnen erwarten, wennsie sich dies jetzt schon zu thun erlauben? Sie be-schlossen also, die Kinder der Attischen Weiber zutödten, und führten diesen Beschlufs aus. Ja, sie töd-teten auch deren Mutter selbst; und von dieser That,so wie von einer früheren, als die Weiber auf Lemnusden Thoas nebst ihren Gatten ermordeten, pflegt manin Hellas jede schändliche That eine Liemnische Thatzu nennen.J 39 Nachdem die Pelasger ihre Weiber und Kinder um-gebracht hatten, wollte ihnen ihr Land keine Früchtemehr tragen; und ihre Weiber und Heerden wolltennicht mehr gebären wie zuvor. Durch den Hunger u,nddie Kinderlosigkeit gedrückt, schickten sie nach Delphiund liefsen das Orakel befragen: auf welche Weise siedieser Plagen ohne werden könnten. Die l'ithia be-fahl ihnen, den Atheniensern eine Genugthuung zugeben, wie diese sie selbst verlangen würden. Daraufbegaben sich die Pelasger nach Athen, und versprachenden Atheniensern, ihnen für alles Unrecht, was sie ihnenzugefügt hätten, Ersatz zu geben. Als die Athenienserdies hörten, liefsen sie im Pritaneum ein prächtigesRuhebette zurüsten, einen Tisch mit den herrlichstenDingen belastet davor setzen, und befahlen den Pelas-gern, ihnen ihre Insel in einem ähnlichen Zustande zu