Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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Dann gieng er auf den Tempel selbst zu, um entwederin demselben etwas nicht zu berührendes wegzubrin-gen, oder sonst etwas dort vorzunehmen. Als er aberan die Pforte kam, überfiel ihm ein solches Zittern,dnfs er den nämlichen Weg' zurückgieng, und indem erüber den Zaun sprang, sich den Schenkel verrenkte,oder, wie andre sagen, am Knie eine Wunde fiel.

Miltiades kehrte, durch sein übles Befinden dazui35gezwungen, nach Hause zurück, ohne den Athenien-sern weder Schätze zu bringen noch die Insel Parusnach einer sechs und zwanzigtägigen Belagerung er-obert zu haben. Als die Parier erfuhren, dafs die Prie-sterin der unterirdischen Gottheiten Timo dem Miltia-des mitRath zur Eroberung der Insel an die Hand ge-gangen wäre, beschlossen sie dieselbe zu strafen; undschickten deswegen, sobald sie von der Belagerung be-freyt waren, Gesandte nach Delphi, um das Orakel zufragen: ob sie die Priesterin, welche den Feinden dieStadt und solche Geheimnisse verrathen hätte, umwelche Männer nicht wissen dürften, mit dem Todebestrafen sollten? Die Tithia aber gestattete dies nicht,und sagte: Timo sey nicht Schuld daran, sondern nurdas Mittel zum Unglück für den Mildades gewesen,der keines guten Todes hätte sterben sollen.

Nach seiner Rückkunft von Parus hörten die Athe-nienser nicht auf über den Miltiades zu reden; undiäöXanthippus, der Sohn des Arjphrons, verklagte ihnbey dem Atheniensischen Volke, weil er es betrogenhätte; und verlangte seinen Tod. Miltiades konntesich nicht auf der Stelle vertbeidigen, weil sein fau-