Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
291
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gakles Sohn, war den Lidischen Gesandten, welcheKrösus von Sardis abgeschickt hatte, um das Delphi-sche Orakel zu befragen, bey der Ausführung ihresUnternehmens in Delphi sehr behulflich gewesen, undhalte sie Gastfreundschaftlich bewirthet. Als Krösusdurch die Lider, die er nach Delpbi gesandt hatte, er-fuhr, welche Wohlthaten sie von dem Alkmäon em-pfangen hatten, liefs er diesen nach Sardis kommen,und beschenkte ihn mit so viel Gold, als er allein miteinem Male an seinem Leibe würde tragen können.Dieses so sehr beträchtliche Geschenk vergröfserteAlkmäon noch auf auf folgende Weise. Er zog einenweiten Rock an, liefs den Busen sehr grofs; schnalltesich Stiefeln an, so weit als er sie immer findenkonnte, und liefs sich dann in die Schatzkammer füh-ren. Hier warf er sich auf einen Haufen Goldsand;steckte seine Stiefeln an den Schienbeinen hinab sodicht damit voll, als er nur vermochte; füllte dann sei-nen ganzen Busen mit Gold an, streute davon zwi-schen die Haare, nahm anderes in den Mund, und ver-liefs so die Schatzkammer, mit Mühe kaum noch seineStiefeln nachschleppend und durchaus keinem Men-schen mehr ähnlich sehend, so ausgedehnt waren seineWangen und seine ganze Gestalt. Als Krösus ihn er-blickte, konnte er sich des Lachens nicht erwehren;liefs ihm aber nicht allein alles, was er an sich schlepp-te, sondern schenkte ihm überdies noch eben so vieldazu. Daher stammte der Jleichthum dieses Hawses,und daher konnte Alkmäon vier Pferde halten, und"bey den Olhnpischen Spielen den Sieg erringen.

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