Die Atheniensischen Feldherren waren in ihren
io9Meynun°en getheilt. Die einen wollten, dafs man
sich nicht schlagen sollte, weil das Heer im Vergleich
mit dem Persischen zu schwach sey. Andre hingegen,
ley Mühseligkeiten erduldet. Die Sache hangt folgen-dermafsen zusammen: Die Pialiier, durch die Thebanergedrückt, wollten sich zuerst in den Schutz des Kleome-nes, des Sohnes des Anaxandrides, und der Spartauerbegeben, welche damals gerade im Lande waren. Dieselehnten aber mit folgenden Worten ihr Gesuch ab: Wirwohnen so ferne von euch weg, dafs euch unser Schutzwenig frommen würde. Denn oft möchte eure Stadtschon erobert seyn, bevor es -irgend einer von uns er-fahren hätte. Wir ralhen euch daher, euch lieber inden Schutz der Athenienser zu begeben, die euch näherwohnen und machtig genug sind. — Diesen Rath gabenihnen die Lacedämonicr; aber nicht sowohl aus Wohl-wollen gegen die Plaläer, als weil sie den Athenicnserngerne zu schaffen machen wollten, indem sie ihnen die* Böoter zu Feinden gäben. Die Platäer nahmen indessenden Vorschlag an, giengen an dem Feste der zwölf Göt-ter nach Athen, setzten sich an den Altar, und ergabensich dein Atheniensischen Volke. — Sobald die Theba-ner dies erfuhren, zogen sie wider die Flattier zu Felde.Die Athenienser eilten diesen zu Hülfe; und eben solltedie Schlacht beginnen, als die Korinthier erschienen undsie verhinderten, indem sie die streitenden Partheyenmit beyderseitiger Einwilligung versöhnten, und fest-\ setzten: dafs die Thebaner alle solche, die nicht mehrzum Büotischen Bunde gehören wollten, davon frey las-sen sollten. Nachdem sie dies bestimmt hatten , begabensich die Korinthier weg. Während sich darauf aber dieAthenienser schon zurückzogen, wurden sie durch dieBöoter überfallen; sie mufsten sich schlagen, trugen in.dessen den Sieg davon, und machten, mit Ueberschrei.