auszuziehn erlaubte. Jetzt war erst der neunte desMonats.
Hippias, des I'isistratus Sohn, führte die Barbaremo7nach Marathon; und ihm träumte hey sinkender Nacht,er schlafe bey seiner Mutter. Aus diesem Traume deu-tete er sich, er werde nach Athen zurück kommen, dieHerrschuft wieder erhalten, und als Greis sein Lehenin seinein Vaterlande beschließen. Er sandte nun diezu Gefangenen gemachten Eretrier nach Aigileia, dieInsel der Stireer, liefs die Flotte bey Marathon anle-gen, und stellte die Barbaren, sobald sie gelandet waren,in Schlachtordnung. Während er dies aber alles be-trieb, traf es sich, dafs er stärker wie gewöhnlichhusten und niesen mufste; und da er schon ein alterMann war, dem die meisten Zähne wackelten, warf ereinen davon mit der Gewalt des Niesens aus. DerZahn fiel ,in den Sand, und Hippias gab sich grofseMiihe ihn wiederzufinden. Da aber alles Suchen ver-geblich war, seufzte er und sprach zu denen, die ihnumgaben: „Dieses Land ist nicht unser, und wir wer-„den es uns nicht unterwerfen. Den Theil, auf den„ich Anspruch machen konnte, hat mein Zahn schon,,in Besitz genommen."
Auf solche Weise gieng dem Hippia's sein TraumioSin Erfüllung. Die Athenienser hatten sich auf einemdem Herakles geweyhten Platze in Schlachtordnung ge-stellt, und hier auf dem Schlachtfelde kamen ihnennoch die Platäer mit ihrer ganzen Macht zu Hülfe *).
*) Denn die Platäer hatten sich in Athen iensischen Schutzbegeben} und diese hatten ihrentwegen schon mancher-