Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
256
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Aber icli bitte dich bey den Göttern, Sprich dieWalir-heit. Denn hast du etwas ähnliches gethan, so bistdu nicht die einzige, die sich in diesem Falle befin-det; und du hast viele deines Gleichen. In ganzSparta geht das Gerücht, Aristons Same sey zur Er-zeugung ungeschickt gewesen, sonst würden auch,,seine vorigen Weiber geboren haben."

So sprach DemaraLus; und die Mutter antwortete: 69Diebes Kind, da du mich so sehr bittest, dir die, Wahrheit zu sagen, so sollst du sie nun vernehmen.In der dritten Nacht, nach der ersten meiner Ehe mit.,Ariston, erschien mir eine Gestalt, der des Aristonsähnlich, wohnte mir bey, und wand mir die Kränze,die sie trug, ums Haupt. Darauf entfernte sie sichwieder, und nun kam Ariston. Als dieser die Kränzeerblickte, fragte er: wer sie mir gegeben hätte; undich antwortete: er selbst. Da er es aber läugnete,schwur ich darauf, und sagte: er thue nicht recht,dafs er dies jetzt läugnetc, da er doch wenige Augen-blicke vorher erst da gewesen wäre, mir heygewohnt,,und diese Kränze gegeben hätte. Als er meine Schwü-,,re horte, sah er ein, dafs die Sache einen wunderba-ren Zusammenhang haben müsse. Auch zeigte, es sich,dafs die Kränze aus der Kapelle des Heroen Astraba-kus, welche an der l'forte unseres Hofes steht, ge-nonmieii waren; und die Priester sagten ebenfalls,der Heros selbst sey es gewesen, den ich gesehenhätte. Du weist also nun alles, was du wissen woll-test. Entweder es hat dich der Heros erzeugt, unddu bist des AslrabakuS'Sohn; oder des Aristons: denn

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