Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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in jener Nacht habe ich dich empfangen. Das Wort*aber, worauf sich deine Feinde am meisten berufen,als Ariston auf die Nachricht: du seyst geboren, invieler Beyseyn äufserte, du könntest nicht sein Kindseyn, weil die zehn Monate nicht zuträfen; diesesWort liefs er nur aus Unwissenheit fallen. Denn dieWeiber gebären auch mit sieben und neun Monaten;und. nicht alle gehen bis zu Ende des zehnten. Ichhabe dich mit sieben Monaten geboren, mein Sohn;und Ariston selbst erkannte nicht lange nachher, dafses Unkunde gewesen sey, ,die ihn zu dieser Aeufse-rung verleitet habe. Alles andre Geschwätz über deineGeburt achte für falsch; denn du hast die reinsteWahrheit darüber vernommen. Dem Leuticbidesund allen denen, welche solche Geschwätze verbrei-ten, mögen ihre Weiber Kinder von Eselstreibernbringen."70 Nachdem Demaratus alles erfahren hatte, was er

zu wissen begehrte, nahm er Reisegeld zu sich, undbegab sich unter dem Vorwande, er wolle das Orakelzu Delphi besuchen, nach Elis, Die Lacedämoniervermutheten, dafs er fliehen würde, und setzten ihmnach; Demaratus kam ihnen aber zuvor, und gienghinüber nach Zakinth. Auch dahin verfolgten ihn dieLacedämonier, nahmen seine Sklaven gefangen, undwollten sich seiner Person gleichfalls versichern. Dochdie Zakinthier wollten ihn nicht heraus geben; undnun gieng er hinüber zum Könige Darius, der ihnherrlich bewirthete, und ihm Land und Städteschenkte.IL R