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2 (1799)
Entstehung
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252
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es ihr zeigen; jene aber antwortete: sie dürfte esnicht thun, weil die Eltern ihr verboten hätten, esirgend jemand sehen zu lassen. Da das Weih indefsdarauf bestand, und die Amme sah, tlafs sie es durch-aus sehen wollte, zeigte sie es ihr; jene berührte dar-auf des Kindes Kopf, und sagte: es würde einst alleWeiber in Sparta an Schönheit übertreffen. Von demnämlichen Tage an änderte sich des Mädchens Ge-sicht; und als sie das jungfräuliche Alter erreicht hatte,heyrathete sie Agetus, des Aleides Sohn, der Freunddes Aristons.

Ariston entbrannte in Liebe zu diesem Weibe, und Caschmiedete deswegen folgende List. Er verspricht sei-nem Freunde ihm aus seiner ganzen Habe dasjenige zuschenken, was er sich selbst auswählen würde; undfodert vom Agetus ein, gleiches Versprechen. Dieser,der für sein Weib nicht fürchtete, weil er den Aristonmit einem andern vermählt sah, willigt ein; und beydebekräftigen ihr Versprechen durch Eyde. Darauf giebtAriston dasjenige hin, was iiieh Agetus von seinenKostbarkeiten wählt, um ein gleiches von seinemFreunde zu erhalten. Er fodert seines Freundes Weih;und obgleich dieser sagt, dafs er ihm alles andre, nurdies nicht geben wolle, sieht er sich dennoch durchseinen Eyd und durch den Betrug des andern genöthigt,sie von seiner Seite -wegführen zu sehen.

Auf solche Weise erhielt Ariston seine dritte Ge-3mahlin, und versliefs nun die zweyte. Aber in einerkürzern Zeit, und ohne dafs die zehn Monate vollwaren, gebar dies Weib jenen Demaratus; einer von