Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
223
Einzelbild herunterladen
 

223

kämpft, einen ausgezeichneten Sieg davon tragensollt."12 Als die Joner diese Worte hörten, ühevliefsen sie

sich dem Dionisius. Dieser fahrte sie darauf«lichin Schlachtordnung auf die Höhe des Meeres, liefs siesich im Rudern üben, indem er sie in zwey Linientheilte, und diese sich einander durchbrechen liefs,und hielt auf gleiche Weise die gewaifuete Mannschaftauf den Schüfen in TMtigkeit. Die übrige Zeit hielter sie auf den vor Anker liegenden Schilfen, und be-schäftigte, sie den ganzen Tag über. Sieben Tage langliefsen sie sich dies gefallen; am achten aber sprachendie Joner, die an solche Mühseligkeiten nicht ge-wöhnt und durch Arheit und Hitze erschöpft waren:Welchen Gott haben wir nur beleidigt, dafs wir einsolches Schicksal erdulden? Wie konnten wir unsin-,,nig genug und unseres Verstandes in solchem Mafse,,beraubt seyn, dafs wir uns den Befehlen eines iiber-mülhigen l'hocäers unterwarfen, welcher drey Schiffeanführt? Plagt er uns nicht mit unheilbaren l'lagen?sind nicht viele von uns schon in Krankheiten ver-fallen, während den andern noch ein Gleiches bevor-steht? Wahrlich, der Tausch dieses Leidens gegenirgend ein andres mufs vortheilhaft für uns ausfallen;und selbst die künftige Knechtschaft, wie sie auchwerden mag, wird erträglicher seyn als die gegen-wärtige. Lafst uns ihm also ferner nicht mehr ge-horchen." So sprachen sie, und augenblicklich woll-te keiner mehr die Befehle des Dionisius befolgen;sondern sie schlugen gleich einer Landarmee auf der