„verkaufen, ihre männlichen/ Kinder zu Verschnittnen„machen, die Mädchen nach Baklra schleppen, und ihr,,Land andern übergehen werden."
So sprachen die Feldherren; und sobald es Nacht 10geworden war, schickle jeder der Jonischen Tyrannenzu seinen Landsleuten einen Boten, der ihnen diesalles melden mufste. Die Joner aber, zu denen dieseBotschaften gelangten, hetrugen sich klug, und gien-gen nicht in die Falle , weil jeder Haufen glaubte, diePerser hätten nur ihm diese Vorschläge tlmn lassen.
Dies war es, was sich gleich nach der Ankunftder Perser vor Milet zutrug. Indessen hielten die Jo- nner, während sie hey Lade vor Anker lagen, grofseVersammlungen; manche unter ihnen hielten Reden,und so auch der Phocäische Heerführer Dionisius eine,mit folgenden Worten: „Nun liegt es auf der äufser-,,sLen Grenze der Entscheidung, ihr Joner, ob ihr frey,,seyn oder euch als 'Sklaven hehandeln lassen wollt.,,Seyd ihr entschlossen, jetzt kein Ungemach zu scheuen,„so werdet ihr anfangs zwar manche Mühseligkeiten„zu hekämpfen haben; aber es wird euch auch mög-lich werden, eure Gegner zu besiegen und die Frey-„heit zu erringen. Fahrt ihr im Gegentheil fort, euch„der Gemächlichkeit und der Unordnung zu überlas-sen, so sehe ich kein Mitlei mehr, wie ihr der Rache,,des Königs, eurer Empörung wegen, entgehen„wollt. Aher folgt meinem Jlathe, überlafst euch mir;,,und ich verspreche euch, dafs ihr, wenn die Göt-„ter nur beyden Partheyen gleiches Glück zuthei-„len, entweder gar nicht kämpfen, oder, wenn ihr