Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
194
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Bürger zu tödl;en. Und von nun an erlaubte er sichjede Abscheulichkeit gegen die Einwohner von Ko-rinth. Alles, was Kipselus noch niclit getödtet oderverbannt hatte, hei der Wuth Terianders."

Eines Tages liefs er, um seiner Gemahlin Melissa,,genug zu thun, alle Korinthische Weiber entkleiden.,,Er hatte nämlich eines Unterpfandes wegen, welches,,einem Gastfreunue gehörte, Gesandte an das Todtcn-j,orakel am Acheron im Thesproterlande geschickt, undvon der erscheinenden Melissa zur Antwort erhalten:sie könnte den Ort, wo das Unterpfand läge, nichtangeben, weil es sie friere und sie nackt wäre. Denndie Kleider, die er mit ihr hätte begraben lassemwären ihr von keinem Nutzen, da sie nicht; mit ihr;,verbrannt worden wären. Zum Wahrzeichen lasse siedem l'eviander sagen, er hätte Brodte in einen kaltenOfen geschoben."

Sobald Penander dies vernahm, befahl er, (denn,,er glaubte dem Wahrzeichen, weil er sich noch mit,,dem Leichnam der Melissa begattet hatte) durcheinen Herold bekannt zu machen: alle KorinthischenWeiber sollten sich in den Tempel der Here begeben.Die Weiber glaubten, es sollte dieser Göttin einliest,,gefeyert werden, und schmückten sich auf das köst-lichste. Als sie aber in den Tempel gelangten, liefser sie durch seine Trabanten, Freye nnd Sklavinnenauskleiden und die Kleider in eine Grube werfen, wo»er sie der Melissa weyhte und verbrannte. Als diesvollbracht war, und ,er nun zum zweyten Male dasTodtenorakel befragen liefs, gab der Schatten der