Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
166
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Den Traum des Hipparchus, und woher das Ge- 62schlecht der Gepbiräer stammte, aus dessen Milteseine Mörder entsprossen waren, hahe ich erzählt, undmufs nun in meiner angefangenen Geschichte der Be- «freyung der Alhenienser von ihren Tyrannen fort-fahren.

Hippias herrschte, und war seil, dem Tode seinesBruders Hipparchus nur noch grausamer gegen dieAlhenienser geworden. Die Alkmäoniden, ein ursprüng-lich Atheniensisches Geschlecht, welches vormals diePisistratiden verjagt halte, machten mit den übrigenAtheniensischen Verbannten einen Versuch mit Ge-walt in ihr Vaterland zurückzukehren, wurden ahermit grofsem Verluste zurückgeschlagen, und es gelangihnen nicht. Weil sie ihr Unternehmen aher dennoch durch-setzen und Athen hefreyen wollten, befestigten sieLipsidriuiu oberhalb Päonien, und versuchten nunjedes Mittel gegen die Pisistratiden. Sie unternahmenden Bau des Tempels in Delphi, den die Amphiktio-nen um einen gewissen Preis aushoten; und da sie anGehl keinen Mangel litten, und ihr Geschlecht vonden ältsten Zeiten her in grofsem Ansehen stand,führten sie den Bau in jeder Rücksicht schöner aus,als selbst der Plan war, und nahmen so auch fürdie ganze Vorderseite statt Porinischcm Marmor,den sie dem Vertrage zufolge nehmen durften, Pa-rischen.

Wie die Athenienser erzählen, hewogen diese Man- 65ner während ihres Aufenthaltes in Delphi die Pithiadurch Geschenke an Geld, dafs sie den Spartiaten be-