Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
134
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Als die Päoner erfuhren", dafs die Perser wider sieim Anzüge wären, versammelten sie sich, und zogenan das Meer, in der Erwartung, dafs die Perser sievon dieser Seite angreifen würden. Sie waren bereit,sich dem nahenden Heere des Megabazus zu wider-setzen. Aber die Perser, da sie erfuhren, dafs diePäoner sich versammelten, und ihre Grenzen in derMeerseite besetzt hielten, nahmen Wegweiser, zogen,ohne dafs die Päoner es merkten, durch die höherenGegenden, und fielen von dieser Seite auf ihre Städte,die sie alle von Menschen leer fanden, und deswegenohne Mühe in ihre Gewalt brachten. Die Päoner selbstzerstreuten sich auf diese Nachricht augenblicklich,kehrten alle in ihre Wohnsitze zurück, und ergabensich den Persern.

Aufser diesen wurden unter den Päonern die Siro-päoner undPäopler und alle, welche bis an den SeeFrasias lebten, aus ihren Wohnsitzen vertrieben undnach Asien geschleppt. Diejenigen aber, die in derGegend des Pangäischen Gebürges wohnen, so wiedie Doberen, Agrianer, Adomanter und alle, welcheum den See Frasias selbst leben, unterjochte Megaba-zus nie, obgleich er einen Versuch machte, auch dieauf dem See lebenden unter seine Bothmäfsigkeit zubringen. Diese Menschen bauen ihre Wohnungen,indem sie hohe Pfähle mitten in den See schlagen,über diese Bretter befestigen, und vom Lande her nureinen einzigen Zugang dahin lassen. Die Pfähleunler den Brettern stellten die Bürger ehemals alle ge-meinschaftlich; in der Folge aber gaben sie das Ge-