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Fünftes Kapitel.
gg Ich komme nun wieder zu meiner angefangenen Er-zählung zurück. Als der König Darius sich zu demZuge wider die Scilhen rüstete, und seine Bothen indie verschiedenen Gegenden seines Reichs sandte, umden einen zu hefehlen eine Landmacht zu stellen, an-dern eine Flotte auszurüsten, und wieder andern überden Thracischen Bosporus eine Brücke zu schlagen;rieth ihm sein Bruder Artahanus, der Sohn des Histas-pes, von dieser Unternehmung gegen die Scithen ah,und nahm den Vorwand dazu von ihrer Armuth her.Darius aher, der auf diesen klügern Rath nicht achtete,hiefs den Artabanus schweigen, und zog, da alles be-
84 reit war, mit seinem Heere von Susa ab. In diesemAugenblicke bat ihn der Perser Oiobazes, dafs er ihmeinen von seinen drey Söhnen, welche alle den Feld-zug mitmachen sollten, zurück lassen möchte. DerKönig antwortete ihm, wie einem Freunde, der ihn umeine Kleinigkeit bäte: er wollte sie ihm alle diey las-sen; und Oiobazes war hoch erfreut, in der Hoffnung,seinen drey Söhnen allen sollte der Kriegsdienst erl .s-sen seyn. Darius aber gab den Nachricluern ."»"fehl,sie alle zu tödlen; und auf diese Weise ermordet wur-den sie dem Vater zurückgelassen.
85 Von Susa zog Darius nach Chalcedon am Bospo-rus, wo man die Brücke gebaut hatte. Dort bestieg