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setzt; auf diese Weise werden Privatpersonen vierzigTage lang umhergefahren, und demnächst, erst. Legra-ben. — Nachdem das Begräbnifs vollbracht ist, reini-gen sie sich, indem sie folgende Gebräuche dabey be-obachten. Sie reiben und waschen sich den Kopf, stel-len dann drey Balken auf, indem sie sie mit den obernEnden einer gegen den andern anlehnen, und spannenwollne Deken, die sie so dicht wie möglich zusammenziehen, umher. Hierauf werfen sie in Feuer glühendgemachte Steine in einen Trog, der in der Mitte die-ses aus Balken und wollnen Deken verfertigten Gezel-tes steht *), versehen sich mit Hanfsamen, und schlüp-fen nun selbst hinein. Hier weifen sie den Samenauf die glühenden Steine; dieser verbreitet einen sol-chen Rauch und heifsen Dampf, dafs man ihn schwer-lich in irgend einer Hellenischen Badstube stärker fin-den würde. Die Scilhen werden dadurch betäubt, undbrechen in ein Geschrey aus. Es dient ihnen statteines Bades; denn in Wasser baden sie sich gar nicht.So reiben auch ihre Weiber das Holz von Cipressen,Zedern und Libanon auf einein rauhen Steine mit et-
*) In ihrem Lande wächst der Hanf j eine Pflanze, die demFlachs äufserst ähnlich, nur dicker und höher ist, alsjener. Aber darin wird der Flachs vom Hanf bey wei-tem übertrofFen', dafs er sowohl wild als gebaut wachst;die Thracier verfertigen ein Zeug daraus, welches demLeinen äufserst ähnlich sieht, so dafs jemand, der sichnicht viel damit beschäftigt, kaum unterscheiden würde,ob das Gewand aus Flachs oder Hanf gewebt ist: weraber niemals Hanf gesehen hat, halt es durchgängig fürLeinwand.