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den Zwist zu ihrem Vorlheil entscheidet. Kommendann angesehene Gastfreunde zu ihnen, so bringen siediese Köpfe heibey, und erzählen zugleich als einetapfere Tbat, wie sie dieser, welche als VerwandleStreit wieder sie erhoben gehabt hallen, meister ge-. worden wären.
66 Einmal im Verlaufe jedes Jahres mischt der Be-fehlshaber in jedem Distrikte einen Becher mit Wein,und jeder Scithe, der einen feindlichen Mann erschla-gen hat, darf davon trinken; diejenigen aber, welchesich dessen nicht rühmen können, kosten nicht vond.em Weine, sondern sitzen verachtet auf der Seite.Sie halten dies für die gröfste Schande. Wer vonihnen aber aufserordentlicli viele Feinde getödtet hat,erhält zwey Becher, um aus beyden zu gleicher Zeitzu trinken.
67 Man findet unter den Scilhen viele Wahrsager,welche die Zukunft auf folgende Weise aus einergrofsen Zahl Weidenstäbe verkündigen. Sie bringengrofse Bündel solcher Stäbe herbey, legen sie auf dieErde, und lösen sie auf; dann legen sie jeden Stababgesondert hin, und wahrsagen, indem sie die Stäbeunter dem Sprechen einzeln wieder aufnehmen undzusammen legen. Diese Art wahrzusagen haben sie'von ihren Vätern empfangen. Die Enareer oder Mann-weiber behaupten: Aphrodite hätte ihnen diese Kunstgeschenkt. Sie wahrsagen aus dem Lindenbast, indemsie ihn um die Finger wickeln und wieder ablösen.
6ß Wird der König der Scilhen krank, so läfst er die
diey am meisten geschätzten Wahrsager vor sich komr