inen: diese wahrsagen auf die angegebene Weise, undsagen beynahe durchgebends, d'als dieser öder jenerBürger, den sie nennen, einen falschen Eyd bey demKöniglichen Heerde geschworen haue; denn bey demKöniglichen Heerde schwören die Scithen gewöhnlich,wenn sie den feyerliehesten Eyd ablegen wollen. Augen-blicklich wird der Beschuldigte herbeygeholt; sobalder kommt, sagen ihm die Wahrsager: er hätte einenfalschen Eyd bey dem Königlichen Heerde geschworen,und dies wäre die Ursache von des Königes Krankheit.Jener läugnet es, behauptet, er haue keinen IVIeineydgeschworen, und beklagt sich bitterlich. Auf seinLäuguen läfst der König doppelt so viel Wahrsagerkommen; und verkünden auch diese aus ihren Zeichen,dafs er den falschen Eyd gescruvoren hätte , so schlägtman ihm auf der Stelle den Kopf ab, und die erstenWahrsager theilen sich durchs Loos in seine Haabe.Sollten ihn aber die neu hinzugekommenen Wahrsagerfreysmechen, so läfst der König noch andre und im-mer mehrere kommen; wird nun der Mensch durchdie gröfsere Zahl zuletzt für unschuldig erklärt, somüfsen die erstgerufenen Wahrsager selbst sterben,und werden auf folgende Weise hingerichtet. Man 69heladet einen Wagen mit Reü'sig, spannt Ochsen da-vor, und befestigt die Wahrsager mit gefefseltenFüfsen, auf den Rücken gebundenen Händen und ver-stopftem Munde in ihrer Mitte ; dann wird das Holzangezündet, und die Ochsen, die man scheu macht,rennen mit dem Wagen davon. Viele Ochsen verbren-nen mit sammt den Wahrsagern, viele entfliehen auch
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