Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
40
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er über den Ohren einen Einschnitt rund um den Schä-del macht, dann den Schopf mit der Hand fafst undihn durch Schütteln von dem Schädel ablöfst. Dem-nächst schabt er das Fleisch mit einer Ochsenribue vonder Jlaut ab, gerbt sie mit den Händen und bewahrtsie auf; er hängt sie an die Zügel des Pferdes, wel-ches er reitet, und ist stolz auf dieses Ehrenzeichen.Denn wer bey ihnen die meisten Häute der Art be-sitzt, wird für den vorzüglichsten Mann gehalten.Viele von ihnen verfertigen auch aus den abgezogenenHäuten Mäntel, um sich gewöhnlich darin zu kleiden,indem sie sie gleich ihren Hirtenmänteln zusammen-nähen. Andre ziehen die Haut von der rechten Handihrer getödteten Feinde mit den Nägeln zusammt ab,um sich Köcherdeckel daraus zu machen Denn dieMenschenhaut ist dicht und glänzend, und übertrifftsogar durch diese blendende Wcifse jede andre Gat-tung von Häuten. Viele schinden auch ganze Men-schen, spannen die Haut über hölzerne Stäbe, undführen sie so auf ihren l'ferden umher.

Die Köpfe ihrer, verhafstetsten Feinde selbst müs- 6jsen noch folgende Behandlung erfahren: man sägt denSchädel unterhalb den Augbraunen ab, säubert ihn,und überzieht ihn, je nachdem man. arm oder bemitteltist, im ersten Falle blos von aufsen mit Ochsenhaut,und braucht ihn dann; oder bekleidet ihn, im Fall manreicher ist, aufserdem noch von innen mit Gold, und.bedient sich seiner statt eines Trinkgesbhirrs. Aufgleiche Weise behandeln sie solche Verwandte, mitdenen sie etwa in Streit geratuen sind, wenn derKöuig