Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
20
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es ohne Aufhören. Um die Zeit, wo man in andernLändern die meisten Gewitter bemerkt, ,hat man hiergar keine, da im Sommer hingegen eins dicht auf dasandre folgt. Donnert es im Winter, so sieht man dieswie ein Wunderzeichen an, und eben so die Erdbe-ben, sie mögen sich im Sommer oder im Winter ereig-nen. Die I'ferde ertragen diese Kälte recht gut, dieEsel und Maulesel aber durchaus nicht. In andernLändern richtet die Kälte die Pferde zu Grunde, wennsie auch Esel und Maulesel noch ertragen.

In der Kälte scheint mir auch der Grund zu liegen,dafs die Kopfeingeweide dem Rindvieh in diesen Län-dern durchaus keine Homer hervortreiben. Zur Bestä-tigung meiner Meynung dient mir ein Wort des Ho-mers in der Odiissee, wo es heilst:

Libien, wo mit Hörnern geboren werden die Widder."Denn es ist eine wahre Bemerkung, dafs die Hörnerin warmen Ländern schnell wachsen , in kalten hinge-gen gar nicht, k oder wenn sie erscheinen, doch kleinbleiben.

Diese Erscheinungen kann man in Scillaen als Fol-gen der Kälte ansehen. Da wundert mich aber *), 5°warum man in ganz Elis keine Maulesel ziehen kann,da das Land doch nicht kalt und auch sonst keinesichtbare Ursache dazu vorhanden ist. Die Eleer selbsterzählen: dafs eines gewissen Fluches wegen keineMaulesel bey ihnen gedeyhen könnten. Sie treiben dieStuten deshalb zur Brunstzeit in die angrenzenden Län-

*) Denn ich habe gleich Anfangs mancherley in meine Er-zählung einzuschalten gesucht.