Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
19
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Kopfe ziehen sie die Haut ab, nehmen das Eingewei-de heraus, und übergolden ihn, um ihn bey grofsenjährlichen Opfern, die sie ihm bringen, aufausteilen.Dies thut der Sohn für den Vater wie solche Todten-feyern auch bey den Hellenen üblich sind. UebrigenSsollen auch sie ein sehr gerecht igkeil.liebendes Volkseyn, und die Weiber haben bey ihnen mit dem Män-nern gleiche Gewalt.27 Die Jessedoner gehören demnach ebenfalls noch

zu den bekannten Völkern. Sie sind es auch, die er-zählen : dafs die Gegend über ihrem Lande von ein-äugigten Menschen und den goldbewahrenden Greifenbewohnt würde. Denn die Scithen erzählen es denJessedonem, und wir andre wieder den Scithen nach.Auch der Name Arimasper ist Scilhisch, da Arimabey diesem Volke eins, und Spu das Auge bedeutet.28 In der ganzen Gegend, von der wir bisher gere-

det haben, ist der , Winter aufseroidentlich strenge.Acht Monate lang ist die Kälte so unerträglich, dafaman ohne Hülfe des Feuers keinen Lehmen mit Was-ser anmengen kann. Das Meer und der ganze Bospo-rus Kimmerius gefriert, so dafs die Scithen diesseitsdes Grabens Heereszüge über das Eis unternehmen,und mit ihren Wagen hinüber zu den Sindiern fahren.Auf diese Weise währt die kalte Jahrszeit acht Monatehinter einander fort; und auch die übrigen vier Monateüber bleibt es kalt, so dafs der Winter hier von demWinter in allen andern Ländern durchaus verschiedenist. Denn in dieser Zeit regnet es nicht so viel, dafses der Rede werth wäre; im Sommer hingegen regnet

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