Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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er sey einer der vornehmsten Leute in seiner Vater-stadt gewesen, und da er einst in eine Walkmühle ge-kommen, dort gestorhen. Der Walker verschlofs augen-hlicklich die Werksladt, und eilte die Verwand)en desTodlen von diesem Vorfall zu benachrichtigen. Undschon hatte sich das Gerücht von dem Tode des Aristeasin der Stadt verbreitet, als ein Kizikenischef Bürger,der von Artakia kam, auftrat und die Öage bestritt,v. eil er ihm auf dem Wege nach Kizikus begegnetwäre und noch mit ihm gesprochen hätte. Er sprachmit Heftigkeit für die Wahrheit seiner Aussage; undals die Verwandten des Todten mit dem Begiäbnifsge-rälhe kamen, um ihn wegzutragen, und das Haus ge-öffnet ward, fand man den Mann würklich -weder todtnoch lebendig dort. Erst im siebenten Jahre nachher er-schien er wieder in Piokonnes, machte das Gedicht,Welches die Hellenen gegenwärtig das ArimaspischoGedicht nennen, und verschwand dann zum zweytenMale.

So lautet die Erzählung jener Städte über denAristeas. Folgendes trug sich, wie ich weifs, zu Me- 15tapont in Italien zu, und zwar, nach dem was ich ausder Vergleichung der Erzählungen zu Metapont undl'rokonnes muthmafsen kann, dreyhundert und vierzigJahre nach dem zweyten Verschwinden des Aristeas.Die Metapöntiner berichten nämlich: Aristeas wäre inihrem Lande erschienen, mit dem Befehl dem Apolloneinen Altar zu hauen, und daneben eine Bildsäule zuerrichten, die den Namen des Aristeas aus Piokonnesführte; denn Apollon wäre vor allen ItalienischenStaa-