Bosporus. Das Volk selbst scheint sich bey seiner.Flucht vor den Scithen im Chersones niedergelassenzu haben, dort wo gegenwärtig die Hellenische StadtSinope steht. Die Scithen verfehlten aber offenbar denWeg, indem sie die Kiramerier verfolgten, und kamendeswegen nach Medien. Denn diese flohen immer demMeere entlangs, während die Scithen bey ihrer Ver-folgung den Kaukasus auf ihrer Rechten behielten, undbeständig landeinwärts zogen, bis sie sich endlich inMedien befanden. — Dies ist die zweyte Sage, derdie Hellenen sowohl wie die Baibaren folgen.
13 Der Dichter Aristeas, des Kaustrobius Sohn ausl'rokonnes, erzählt: er wäre, vom Apollon begeistert,zu den Jessedone.rn gekommen. Ueber den Jessedo-nern, fährt er fort, wohnten die Arimasper, einäugigteMenschen; über diesen die Greifen, die das Gold be-wachen; über diesen die Hiperboreer, und diese grenz-ten an das Moor. Alle diese Völker wären bis auf dieHiperboreer nach, von ihren Nachbaren angegriffenund vertrieben worden. Die Arimasper hätten denAnfang gemacht, und die Jessedoner aus ihren Wohn-sitzen vertrieben; diese darauf die Scithen; und dieScithen zuletzt wieder die Kimmeiier, die vordem amsüdlichen Meere wohnten, gezwungen ihr Land zuverlassen.
14 Aristeas stimmt also in seiner Aussage nicht mitden Scithen selbst überein. Die Vaterstadt diesesMannes habe ich schon genannt; und nun will ichauch noch seine Geschichte erzählen, wie ich sie inl'rokonnes und Kizihus gehört habe. Man sagte mir: