vorher wufste, die Nattern trifft. Demi da die gött-liche Vorsicht, wie es sich schon vermuthen läist,voller Weisheit ist, so hat sie allen zahmen und efs-haren Thieren eine Menge Junge gegeben, damit sienicht bey dem häufigen Genüsse desselben ganz aus-gingen, den bösartigen und nicht zu zähmenden hin-gegen -wenige. So ist der Haase, der von allen vier-fufsigen Thieren, wie von Vögeln und Menschen ge-jagt, wird, unter allen lebendigen Wesen allein desmehrmals wiederhohlten Empfängnisses während derTrächtigkeit fähig, und trägt, indem er sich schonwieder von neuem begattet, zugleich ein behaartes,ein nackendes, und ein kaum sich entwickelndesJunge im Leibe, da hingegen die Löwinn, das stärksteund trotzigste Thier von allen, nur einmal währendihres ganzen Lebens wirft, und dann bey der Geburtdie Gebärmutter zugleich mit dem Jungen wegwirft.Die Ursache davon ist diese: Sobald das Junge anfängt,sich in der Mutter zu bewegen, so zerreifst es mitseinen überaus scharfen IClauen die Gebärmutter, undzerfleischt sie immer mehr, je älter es wird, so dafszur Zeit der Geburt nichts Gesundes mehr daran ist.109 Eben so würden die Nattern und die geflügeltenSchlangen in Arabien die Erde für Menschen unbe-wohnbar machen, wenn sie sich eben so stark ver-mehrten, wie ihre Natur sie dazu antreibt. Aber nun,wenn die Lust sie zur Begattung reizt, und das Männ-chen während derselben seinen Saamen in das Weib-chen spritzt, hascht dieses nach des Männchens Halse,und läfst nicht eher ab, bis es ihn durchmessen hat,
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