so dafs das Männchen, von dem Weibchen getödtet,stirbt. Und die Jungen im Leibe rächen hernach ihrenVater an der Mutter, denn sie fressen sich durch ihrenBauch durch, und gebühren sich auf diese Weiseselbst. Die andern, den Menschen unschädliche, Schlan-gen legen Eyer, und brüten eine grofse Anzahl Jungeaus. Die Nattern sind über die ganze Erde verbreitet,die geflügelten Schlangen aber findet man nur in Ara-bien, und nirgend anders, und daher sollen sie auchdort so häufig seyn.
Auf diese Weise erhalten die Arabier den Weih-uorauch; auf folgende die Kasia. Sie bedecken ihrenganzen Leib, die Augen allein ausgenommen, überund über mit Häuten und Fellen, und gehen so aufdie Kafsia aus. Diese wächst in einem seichten See,in und um welchen sich eine Art geflügelter, den Fle-dermäusen ähnlicher, Thiere aufhalten, die sehr starksind, und fürchterlich zischen. Gegen diese verthei-digen sie ihre Augen, und nehmen die Kasia weg.
Den Zimmt sammeln sie auf eine noch wunder-mharer^ Weise. Denn wo er herkommt, und wel-ches Land ihn hervorbringt, wissen sie nicht, undnur einer wahrscheinlichen Sage zufolge, erzählen ei-nige, er wüchse in jenen Ländern, wo Dionysuserzogen ward. Sie behaupten, grofse Vögel brächtendiese kleine Stangen, welche wir mit dem Namen,den uns die Phönicier lehrten, Kiimamomon nennen,herbey, und bauten davon mit Leim vermischt, ihreNester an den Wänden steiler, den Menschen völligunzugänglicher Gebirge. Deswegen bedienten sie sich