Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
369
Einzelbild herunterladen
 

&9

die Morgensonne, nicht wie bey den übrigen Völ-kern die Mittagssonne, am heiisesten; denn sie stehtihnen über dein Kopfe, bis das Volk sich auf demMarkte trennt. Um diese Zeit brennt sie dort weitstärker, als in Hellas um die Mittagszeit, so dafsman erzählt, die Inder tauchten sich dann unter dasWasser. Gegen die Mitte des Tages ist es ohngefähreben so warm dort, wie es um die nämliche Zeitauch bey andern Menschen ist. Neigt sich der Tagaber , so ist die Sonne bey ihnen , wie sie bey an-dern Menschen gegen Morgen ist , und von der Zeitan nimmt die Kälte immer zu, bis sie bey Sonnenun-tergang einen hohen Grad erreicht*105 Sobald die Inder auf dem Orte anlangen > füllensie die Säcke, die sie bey sich haben, mit Sand anund kehren so schnell wie möglich zurück, weil sie,wie die Terser erzählen , im Augenblicke von denAmeisen gerochen und verfolgt werden. Denn siesagen, nichts wäre schneller, wie dieses Thier, so dafsdie Inder sich ohrmiöglich vor ihm retten könnten,wenn sie nicht schon einen grofsen Theil des Weges.zurückgelegt hätten , ehe die Ameisen sich versammle-ten. Während dieser Flucht binden sie die männli-chen Kameele , weil sie nicht so schnell sind, wech«selsweise , aber nicht beyde zugleich, los , Währenddie weiblichen, denen ihre Jungen, die sie zurückliefsen, wieder in den Sinn kommen, alle Kräfte

r

zum Laufe aufbieten. ~ Auf diese Weise erhaltendie Inder, der Aussage der I'erser zufolge, ihr meistesGold; in geringerer Menge wird es im Lande gegraben.

A a