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sein Uebelbefinden längnen, so glauben sie ibm nichtund verzehren ihn. Wird ein Weib krank, so verfah-ren ihre guten Freundinnen eben so mit ihr. Auchsolche, die ein hohes Alter erreicht haben, bringensie um und essen sie. Doch nur wenige erreichen die-ses Ziel , denn sie werden gemeiniglich früher voneiner Krankheit befallen und getödtet.
100 Bey andern Indern findet man ganz entgegenge-setzte Sitten. Sie tödten nichts lebendiges , säennicht und bauen keine Häuser; sie leben von Kräu-tern und einer Art Korn von der Gröfse wie Hirse,welches in einer Schote wild wächst, und mit dieserSchote gekocht und gegessen wird. Wird einer unterihnen von einer Krankheit befallen , so begiebt er-sieh in eine wüste Gegend und liegt dort, ohne dafssich irgend jemand um den Kranken oder Sterbendenbekümmert.
101 Alle Inder, von denen ich bisher geredet habe,begatten sich öffentlich, wie die Thiere. und ihre Farbeist schwarz, wie die der Aethiopen. Der Saame, densie in die Weiber sprützen, ist nicht weifs, wie beyandern Menschen, sondern so schwarz, wie ihreHaut. *) Sie wohnen südlich am weitesten von denl'ersern entfernt, und waren dem Könige Darius nieunterworfen.
102 Andre Inder wohnen nordwestlich , unfern derStadt Kaspatyrus und des Pakryikischen Landes, undsind nahe Nachbaren der Bakuier. Sie sind unterallen Indern die streitbarsten, und sie sind es auch,
*) Der Saame der Aethiopen ist ebenfalls schwarz.