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Siebentes Kapitel.
Das viele Gold, wovon die Inder dem Könige den er- 98wähnten Goldsand darbringen, erhalten sie auf fol-gende Weise.
Indien ist gegen Osten zu äufserst sandig. Dennvon allen Völkern, die wir kennen und von deneneine glaubwürdige Sage erzählt, wohnen die Inder inAsien dem Sonnenaufgang am nächsten, und diesöstliche Land ist wegen des vielen Sandes ganz wüste.Der Indischen Völker giebt es gar viele, und sie redennicht einerley Sprache. Einige von ihnen nomadisiren,andre nicht. Manche wohnen in den Sümpfen amFlufse und essen rohe Fische, die sie auf Rohrbötenfangen. Jedes Schiff wird aus einem Rohrschusse ge-macht. — Diese Völker kleiden sich auch in Rohr.Denn wenn sie es am Flufse geschnitten, und vorhergeschlagen haben , flechten sie es, wie man Körbeflicht, und legen es dann, wie Panzer, an.
Andre Inder, welche mehr gegen Osten wohnen, 99nomadisiren und essen rohes Fleisch. Man nennt siePadaier, und soll folgende Gebräuche bey ihnen antref-fen. Wird einer im Volke krank , sey es Mann oderWeib, so tödten seine besten Freunde den Mann,weil sie behaupten, das Fleisch verderbe ihnen, wenner während der Krankheit abmagerte, und sollte er