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ger zu Hause halten müfsen, ohne dafs ein einzigersich sehen lassen darf.80 Fünf Tage darauf, nachdem die Unruhe gestillt war,
berathschlagten sich diejenigen, die die Mager ge-stürzt hatten, über die Staatsverwaltung; und beydieser Gelegenheit wurden Reden gehalten, wie eseinige Hellenen nicht glauben wollen, die aber nichtsdestoweniger vorgefallen sind. Otanes wollte, mansollte die ganze Staatsverwaltung allen Persern ge-meinschaftlich überlassen, und sprach: „Ich glaube,„keiner von uns mufs allein herrschen, denn dies ist„weder erfreulich, noch gut. Ihr habt gesehen, wel-chen Grad des Uebermuths Kambyses erreichte, und„habt es auch mit erlebt, wohin dieser Uebermuth„den Mager leitete. Warum sollten wir denn die Al-leinherrschaft wieder einführen, da wir thun kön-nen, was wir wollen, ohne Rechenschaft davon zu„geben? Denn auch in dem besten Manne, der zu„dieser Macht gelangt, wird sie die vorigen Gesin-nungen tödien. Die grofsen Glücksgüter, deren er,geniefst, erzeugen den Stolz in seiner Seele, und„der Neid ist dem Menschen ursprünglich eingepflanzt.„Mit diesen beyden Leidenschaften besitzt er zu-gleich alle Laster; denn hier wird ihn sein Ueber-„muth, dort der Neid zu vielen schrecklichen Thaten„verleiten. Denn obgleich einen Mann, der die„Herrschaft in Händen hat, der Neid nie rühren soll-te , da er schon im Besitz alles Wünschenswerthen„ist, zeigt er sich doch den Bürgern von einer grade„entgegengesetzten Seite; er beneidet wirklich die
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