Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
352
Einzelbild herunterladen
 

geln. Aber zwey von eleu Sieben, Darius und Go-bryas, stürzten mit binein. Gobryas fafste den Mager,und Darius, der daneben stand, sab ihm untbätig zu,weil er in der Dunkelheit den Gobryas mit zu ver-wunden fürchtete. Als dieser ihn so da stehen sah,fragte er ihn, warum er nicht Hand anlegte, und je-ner antwortete: Ich fürchte, dich zugleich zu ver-wunden. Aber Gobryas sprach:Stofse zu, und soll-test du dein Schwerdt auch durch uns beyde hin-durch stofsen." Darius lhat es, stiefs mit dem Dol-che zu, und traf nur den Mager.

Sobald die Mager getödtet waren, bieben sie ih- 7gnen die Köpfe ab, und liefsen ihre Verwundeten,tbeils weil diese unvermögend waren, t.heils zumSchutz, in der Burg zurück. Die übrigen fünfe nah-men die Köpfe der Mager, liefen mit Geschrey undTumult hinaus, und riefen die andern Ferser zusam-men. Sie erzählten ihnen die ganze Sache, zeigtenihnen die Köpfe, und stiefsen zugleich jeden Mager,der ihnen unter die Füfse kam, nieder. Als die Per-ser vernahmen, was die Sieben gethan hatten, undwie sie von den Magern hintergangen worden waren,beschlossen sie, ihrem Beyspiele zu folgen; sie zo-gen ihre Schwerdter, und stiefsen alle Mager, die siefanden, nieder, und wäre es nicht während dessenNacht geworden, so möchten sie vielleicht keinen ein-zigen Mager übrig gelassen haben. Auch halten diePerser auf diesen Tag mehr, wie auf irgend einenandern. Sie feyern an demselben ein Fest* welchessie den Magermord nennen, und wobey sich alle Ma-ger