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Siegelring wäre, ein Smaragd in Gold gefafst, den derSamier Theodorus, der Sohn des Telekles verfertigthatte. Nachdem er beschlossen hatte, diesen wegzu-werfen, bemannte er einen Funfzigrudrer, bestieg ihn,und befahl, dafs man dem Meere zufahren sollte. Undals er schon ferne von der Insel war, nahm er denRing, und warf ihn, so dafs alle seine Gefährten essahen, in die See, darauf schiffte er zurück, und derVerlust schmerzte ihn bey seiner Heimkunft aufser-
ordentlich.
Fünf oder sechs Tage nachher, ergab es sich, dafs 42ein Fischer einen großen herrlichen Fisch fing, dener dem Polykrates glaubte zum Geschenk anbieten zudürfen. Er gieng also in dessen Wohnung, und sagte,dafs er den Tolykrates selbst zu sehen verlangte, undals ihm dies gestattet ward, übergab er ihm den Fisch,und sprach: „König, ich habe diesen Fisch gefangen,und obgleich ich mich von meiner Hände Arbeit nähre,„wollte ich ihn doch nicht zu Markte bringen, denn„er schien mir deiner und deiner Macht würdig, und„dir bringe ich ihn zum Geschenk." Den^-König freutediese Rede, und er antwortete: „Daran hast du un-gemein wohl gethan, und ich weifs dir für dein Ge-schenk und deine Worte doppelten Dank; komm und„speise mit mir." Der Fischer sah dies, wie etwasaufserordentliches Grofses an, und gieng nach Hausezurück. Als die Diener aber den Fisch öffneten, fan-den sie in seinem Bauche den Ring des Tolykrates.Da sie ihn erblickten, nahmen sie ihn gleich heraus,und brachten ihn voller Freud« dem Könige, und