Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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323
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den Graben ziehen, - der in Samus die Sladtmauer um-giebt.

40 Amasis sah das grofse Glück des Tolykrates, undes bekümmerte ihn; und als es sich ohne Untt-rlafs

, mehrte, schrieb er ihm folgenden Brief, und sandteihn nach Sardis:Amasis sagt dem Tolykrates; Esist süfs zu hören, dafs es einem Freunde und Bunds-genossen wohl geht; aber mir gefallt dein grofsesGlück nicht. Denn ich weifs, wie wenig die Götteruns dieses gönnen, und darum wünsche ich mir unddenen, die mir lieb sind, in einigen Dingen glück-lich, in andern unglücklich zu seyn, und so ihrLeben lieber in abwechselndem, als in stetem Wohl-ergehen zu führen. Denn ich habe noch von niemand,der in allen seinen Unternehmungen glücklich war,gehört, mit dem es nicht zuletzt ein schrecklichesEnde genommen hätte. Darum folge meinem Rathe,und brauche wider dein Glück dies Mittel, welchesich dir angebe. Sinne nach, was von allein, wasdu besitzest, den grüfsten Werth für dich hat, undwessen Verlust dich am meisten schmerzen würde;,,dies nimm, und wirf es irgendwo hin, wo es niewieder unter die Augen der Menschen kommen kann.Wechselt, sich auch dann noch nicht dein Glück mitverhältnifsmäfsigem Unglück, so fahre fort, ihm durchdieses Mittel die Wage zu halten."

41 Als Polykrates dies las, und sich überzeugt hatte,dafs der Rath, den Amasis ihm ertheilte, gut wäre,sann er nach, was ihm von allen seinen Kostbarkeitenam liebsten wäre, und da fand er, dafs dies ein

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