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1 (1799)
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und dann den Leichnam hinein legen. Diese Kuh.150ward indessen nkht beerdigt, sondern war noch zumeiner Zeit zu sehen. Sie steht m einem schönge-schmückten Zimmer des königlichen Palastes zu Sais,und noch täglich wird allerley llauchweik vor ihrverbrannt, und alle Nächte brennt eine Lampe bey ihr.In einem andern Gemache neben dieser Kuh, stehenweibliche Bildsäulen, die, wie mir die Priester sagten,Beyschläferinnen des Mykerinus vorstellen sollen. Essind ungefähr zwanzig nackt gebildete, hölzerne Ko-lossen, aber wer sie sind, kann, ich weiter nichtsagen; denn einige erzählen auch von der Kuh undisidiesen Kolossen eine andre Geschichte. Diese sagen,Mykerinus hätte sich in seine Tochter verliebt und siegenolhzüchtigt. Darauf hätte sich das Mädchen ausGram erdrofselt und er sie in diese Kuh begraben,während die Mutter den Sklavinnen, durch die ihmihre Tochter überliefert worden wäre, die Hände hätteabhauen lassen, und so sähe man noch die Bilder die-ser "Weiber mit der Strafe, die sie damals erduldeten.Aber dies alles ist nur eine nichtige Sage, das übrigesowohl als auch das, was die Hände der Kolossen be-trifft. Denn ich habe es selbst gesehen, dafs dieHände, die noch zu meiner Zeit zu ihren Füfsenlagen, vor Alter abgefallen waren.

Die Kuh ist bis auf den Hals und Kopf,i3 2welche dick mit Golde belegt sind, ganz in Purpurgehüllt, und hat zwischen den Hörnern eine goldeneSonnenscheibe. Sie steht nicht aufrecht, sondern liegtauf den Knieen, und ist so grofs wie eine grofse