Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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246
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auf irgend eine Weise herab nehmen, und ihr brin-gen sollte, wo nicht, so drohte sie ihm, dafs sieselbst zum Könige gehen,, und es anzeigen wollte,dafs er die Gelder hätte. Hierüber schalt der Sohnseine Mutter heftig aus; aber da er durch alles, waser sagte, nichts gewann, kam er zuletzt auf folgen-den Einfall. Er schirrte einige Esel au, belastete siedann mit Schläuchen, die er mit Wein angefüllt, hatte,und trieb sie so vor sich hin. Als er zu den Männernkam, die den Leichnam bewachten, löste er dieTropfen von zwey oder drey der herabhängendenSchläuche, und wie der Wein herubflofs , fieng er anzu schreyen, und schlug sich vor die Stirne, als ober nicht wüfste, wohin er sich nun zuerst wendensollte. Sogleich liefen die Wachen, die den Weinherabfliefsen sahen, mit Gefäfsen herbey, sammletenihn auf, und eigneten ihn sich selber zu. DarüberStellte er siph erzürnt, und schimpfte sie aus. Dochda sie ihn durch ihr Zureden wieder zu besänftigensuch'en, schien sein Unwille nachzulassen, und amEnde trieb er seine Esel seitwärts vom Wege ab, umdie Schläuche wieder fest zu binden. Darüber kamensie weiter ins Gespräch, und durch Lachen und Scher-zen brachten ihn die Warben endlich dahin, dafs erihnen einen Schlauch schenkte. Sie lagerten sich aufder Stelle hin, um zu zechen, und baten ihn. dafser bey ihnen bleiben, und mit ihnen trinken möchte.Er Hefs sich überreden, blieb und gab, da sie überden Trunk sehr freundlich gegen ihn wurden, nochPinen Schlauch her. Nun wurden sie durch den vielen